Sebastian Kehl hat wieder Trikot gegen Kochschürze eingetauscht. Zusammen mit Torhüter Roman Weidenfeller bekochte der BVB-Kapitän 130 Gäste des BVB-Teamhotels Lennhof und servierte ein 3-Gänge-Menü für einen guten Zweck. Die beiden Dortmunder Kicker machten im Rahmen des Charity Dinners auf die Arbeit des Netzwerks Roter Keil aufmerksam, welches sich gegen Kinderprostitution einsetzt. "Es ist ein Spagat zwischen Unterhaltung und einer gewissen Ernsthaftigkeit", so Sebastian Kehl. Einen Bericht inkl. Fotostrecke gibt es hier: http://bit.ly/18NEkLV
Trotz einer frühen Führung sah es lange danach aus, als würde Borussia Dortmund beim Auswärtsspiel in Wolfsburg als Verlierer vom Platz gehen. Doch die Schwarzgelben zeigten Moral und belohnten sich in der Schlussphase mit einem Punkt. 3:3 (3:1) hieß es am Ende zwischem dem VfL und dem BVB.
Schon in der fünften Minute hatte Sven Bender das 1:0 für Dortmund erzielt, doch Ex-Borusse Ivan Perisic (14./22.) und Naldo (26.) drehten das Spiel innerhalb von nur zwölf Minuten. "Wir haben sehr gut angefangen, dann extrem nachgelassen, sind klar ins Hintertreffen geraten und unsicher geworden", meinte BVB-Coach Jürgen Klopp nach dem Spiel. "Wir haben uns Probleme bereitet, die man nicht haben muss, wenn man besser Fußball spielt. Wir haben viele negative Dinge gesehen, die man im Fußball nicht machen sollte. Unser Problem war Passivität bei eigenem und bei gegnerischem Ballbesitz."
Bis zur Pause hatten die Gastgeber weitere Chancen, das Spiel frühzeitig zu entscheiden. Felipe Santana köpfte den Ball nach einem Einwurf ans eigene Lattenkreuz (38.), kurz vor der Halbzeit war Ivica Olic frei durch und schob den Ball nur knapp am rechten Pfosten vorbei (43.). Nach dem Seitenwechsel - Jakub Blaszczykowski und Julian Schieber kamen für Bender und Kevin Großkreutz - verlagerte der BVB das Spielgeschehen zunehmend in die Wolfsburger Hälfte und erspielte sich Chancen. Allerdings blieb der VfL durch Konter gefährlich. Klopp: "Wolfsburg hatte in der Schlussphase Riesenchancen, den Sack zuzumachen."
Doch die Borussia nutzte in der Schlussphase ihre Möglichkeiten konsequenter, und Marco Reus sorgte mit einem Doppelpack (84./87.) noch für den Ausgleich. "Wir sind mit einem blauen Auge davongekommen", so Klopp
Nach einem emotionalen Bundesliga-Spitzenspiel zwischen der Borussia und dem FC Bayern stand am Ende ein 1:1. Mit Blick auf das Champions-League-Finale zwischen diesen beiden Teams am 25. Mai sagte BVB-Kapitän Sebastian Kehl: "Das heutige Spiel ist sicher mit dem in drei Wochen nicht vergleichbar, die Brisanz wird nochmal eine ganz andere sein."
Die Gäste aus München hatten zunächst mehr Ballbesitz, konnten daraus aber kaum Kapital schlagen. Dortmund machte die Räume eng, verteidigte hoch und ließ nicht viel anbrennen. Nach einer ersten Chance durch Shaqiri nutzte der BVB seine erste Möglichkeit zur Führung. Sahin setzte Blaszczykowski in Szene, der auf Großkreutz flankte, welche aus kurzer Distanz volley traf.
In der Folge spielte sich das Geschehen oft im Mittelfeld ab, beide Defensivreihen standen sicher. Doch die erste Unachtsamkeit wurde bestraft, Gomez glich per Kopfball aus. Und der Nationalstürmer hatte sogar das 1:2 auf dem Fuß, doch BVB-Keeper Weidenfeller parierte (44.).
In der zweiten Halbzeit wurde die Partie zerfahrener und bisweilen hektischer. Klare Torchancen waren selten. Doch in der 58. Minute hatte Lewandowski die Riesenchance vom Punkt, nachdem Schiedsrichter Gagelmann auf Handelfmeter entschied - doch Bayerns Torwart Neuer hielt (60.).
Nur eine Minute später scheiterte Santana knapp per Kopfball und kurz danach wurde es hektisch. Rafinha drückte Blaszczykowski in einem umkämpften Laufduell den Ellenbogen ins Gesicht, beide sahen Gelb. Für den Brasilianer bedeutete dies Gelb-Rot.
Der BVB spielte anschließend in Überzahl auf Sieg, Trainer Klopp brachten den offensiven Reus für Sechser Kehl. Zwar kamen die Dortmunder zu Chancen, doch Schieber (79., 87.) und Sahin (90.+1) brachten den Ball nicht im Tor unter. Kehl: "Leider haben wir es in Überzahl nicht geschafft, das Spiel für uns zu entscheiden."
Borussia Dortmund hat trotz einer 0:2-Niederlage im Madrider Estadio Santiago Bernabeu das Ticket fürs Finale der UEFA Champions League gebucht. Lange stand es in der rassigen Partie 0:0, ehe die Treffer von Karim Benzema (83.) und Sergio Ramos (88.) eine packende und nervenaufreibende Schlussphase einläuteten. Sebastian Kehl kam in der 87. Minute für Robert Lewandowski in die Partie.
Jürgen Klopp hatte es auf der Pressekonferenz prophezeit: Es sollte kein leichtes Spiel werden für die Dortmunder. Real Madrid war gewillt das kleine Wunder zu schaffen und trotz des 4:1-Borussen-Sieges aus dem Hinspiel alle Chancen auf den Einzug ins Champions League-Finale zu wahren. Von Beginn an gingen die Madrilenen entsprechend engagiert und temporeich zu Werke und der BVB konnte sich in der Anfangsphase beim bärenstarken Roman Weidenfeller bedanken, der mit Glanzparaden mehr als einmal einen Rückstand verhinderte.
Zur Mitte der ersten Halbzeit kam der BVB allerdings besser ins Spiel und erspielte sich eigene Möglichkeiten, die aber ohne Erfolg blieben. Robert Lewandowski traf nur die Latte und auch Ilkay Gündogan vermochte den Ball aus bester Position nicht im Tor unterzubringen. Auch nach dem Seitenwechsel verlor das Spiel nicht an Spannung und Feuer, einzig ein Tor wollte hüben wie drüben nicht fallen - bis zur 83. Minute. Als alle BVB-Fans sich schon mit mehr als einem Bein im Finale wähnten, begann die heiße Schlussphase, die alles zu bieten hatte, was man sich von einem Champions League-Halbfinale erhofft. Zwei Tore in nur fünf Minuten, weitere Glanzparaden von Roman Weidenfeller und Fans, die ihre Mannschaft nach vorne peitschen - die letzten Minuten der Partie (inkusive der fast sechs Minuten Nachspielzeit) ließen keinen Fußballfan kalt.
Am Ende stand aber der knappe aber nicht unverdiente Erfolg für die Borussen, die damit nach 16 Jahren zum ersten Mal wieder im Finale der UEFA Champions League stehen.
Jürgen Klopp hatte schon im Vorfeld Änderungen in der Startelf angekündigt - und zog es auch durch. Doch auch die fast komplett veränderte Anfangsformation des BVB hat das Auswärtsspiel bei Fortuna Düsseldorf mit 2:1 (1:0) gewonnen und damit in der Bundesliga den sechsten Sieg in Folge eingefahren.
"Nach zehn Wechseln war es heute nicht ganz so einfach", sagte Sebastian Kehl nach der Partie, "aber wir sind Profis und müssen das so annehmen. Wir wollten auch in dieser Konstellation unbedingt gewinnen, um Platz zwei zu festigen und Selbstvertrauen zu sammeln für Dienstag. Die Mannschaft am Dienstag wird mit Sicherheit etwas anders aussehen als heute, aber wir haben das sehr gut gemacht, auch wenn es ungewohnt war."
Dortmund tat sich aufgrund der Umstellungen zunächst schwer, während die Düsseldorfer munter loslegten, aber zum Glück für den BVB ihre Chancen nicht nutzten. Das machten die Gäste, die mit der Zeit auch besser ins Spiel fanden, deutlich besser. Nuri Sahin (20.) per Distanzschuss und der erst kurz zuvor eingewechselte Jakub Blaszczykowski (70.) trafen für Dortmund, ehe Adam Bodzek zwei Minuten vor Schluss den Anschlusstreffer für die Gastgeber erzielte. Dann wurde es doch noch einmal kurz spannend, aber Mitchell Langerak parierte in der Nachspielzeit mit einer Glanztat Martin Latkas Kopfball und sicherte der Borussia damit den Dreier.
Am Dienstag (20.45 Uhr) kämpfen die Schwarzgelben bei Real Madrid um den Einzug ins Finale der Champions League, ehe am Samstag der FC Bayern zum Bundesliga-Topspiel im SIGNAL IDUNA PARK antritt.