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Am Samstag um 20 Uhr wird das Finale um den DFB-Pokal angepfiffen. In seinem letzten Spiel will Sebastian Kehl einen erneuten Erfolg feiern. "Natürlich würde dieser Pokalsieg noch das i-Tüpfelchen auf meine letzte Saison setzen", sagt Kehl im Interview mit dfb.de.

So habe er „schon während der für die Dortmunder frustrierenden Hinrunde neben anderen auch diesen Strohhalm im Kopf“ gehabt. "Ich behaupte jetzt einmal ganz frech, dass ich mir das durch harte Arbeit und das nötige Glück auch verdient habe." 1998 bestritt Kehl sein erstes Spiel im DFB-Pokal. Er verlor mit Hannover 96 gegen Tennis Borussia Berlin 0:1. Trainer der Hannoveraner war damals Dieter Hecking, der heutige Coach des VfL Wolfsburg.

2008 stand er dann im Finale, mit dem BVB gegen den FC Bayern. Und verlor nach Verlängerung 1:2. Am 12. Mai 2012 durfte Basti den goldenen Cup dann in den Berliner Nachthimmel recken, als Kapitän des Pokalsiegers Borussia Dortmund. Und was passiert morgen?


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Es steht das letzte Spiel an für Sebastian Kehl. Der Dortmunder Dauerbrenner, dessen Karriere beim BVB 2002 mit dem Gewinn der deutschen Meisterschaft begann, könnte am Samstag mit dem Pokalsieg gegen Wolfsburg enden. So schreibt es der „kicker“ und so sagt es Sebastian Kehl: „Schöner kann man es ja gar nicht mehr haben."

In seiner Dortmunder Zeit erlebte er neben drei Meisterschaften und dem Double 2012 auch sehr schwierige Zeiten, doch der Mittelfeldmann erinnert sich auch an viele "kleine Momente, die ich im Herzen habe". Am Samstag in Berlin kann ein weiterer „kleiner Moment“ dazu kommen.


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Mit einem „kleinen Panzer“ hat Sebastian Kehl versucht, die Partie gegen Bremen und seinen Abschied von der Bundesliga-Bühne zu überstehen. Auf der offiziellen Seite von Borussia Dortmund (www.bvb.de) hat er ein Interview zu einem Abschied gegeben.

Ein großer Spieler nahm im SIGNAL IDUNA PARK seinen Abschied, dementsprechend ergriffen war Sebastian Kehl im Interview nach dem Spiel. „Man versucht natürlich, sich irgendwie darauf einzustellen, spielt im Kopf viele Szenarien durch. Aber das funktioniert nicht so richtig“, gab er zu. „Ich habe versucht mir einen kleinen Panzer anzulegen.“

Sebastian, wie fühlst Du Dich nach diesem Abschied aus dem SIGNAL IDUNA PARK?
„Es war ein hochemotionaler Tag. Ich bin froh und sehr dankbar für die Zeit, die ich hier bei Borussia Dortmund hatte. Es waren 13 Jahre voller Höhen und Tiefen. Es lässt sich schwer in Worte fassen, was ich fühle. Ich bin froh, dass wir heute gewonnen haben. Einmal, da dieser tolle Verein so auch nächstes Jahr international präsent ist, aber natürlich ist es auch für mich schön, diese Karriere mit einem Erfolgserlebnis in der Bundesliga zu beenden. Auch wenn wir nächste Woche noch ein sehr wichtiges Spiel haben. Den Moment heute werde ich aber sicherlich nie vergessen.“

Was geht einem bei einem so emotionalen Abschied durch den Kopf?
„Vor allem gehen einem die vielen schönen Momente der Karriere durch den Kopf. Ich konnte mich gar nicht richtig darauf vorbereiten. Man versucht natürlich, sich irgendwie darauf einzustellen, spielt im Kopf viele Szenarien durch. Aber das funktioniert nicht so richtig.“

Wie schwer war es denn, sich bei all dem Drumherum noch auf das Spiel zu konzentrieren?
„Das war nicht leicht. Besonders weil meine eigentliche Verabschiedung ja schon vor dem Spiel stattgefunden hat. Da wusste ich vorher natürlich auch nicht, was das mit mir macht. Ich habe versucht, mir einen kleinen Panzer anzuziehen, denn das kann man nicht einfach so wegstecken. Da kann man noch so lange im Geschäft sein. Dafür bin ich zu emotional und sensibel, um das nicht auf mich wirken zu lassen.“

Du bist heute noch mal als Kapitän aufgelaufen. Wie ist es dazu gekommen?
„Mats kam vor dem Spiel auf mich zu, hatte wohl vorher noch mit ein paar Teamkollegen gesprochen. Das war eine großartige Geste, ein toller Moment. Vielen Dank an die Jungs! Heute noch mal an der Spitze der Mannschaft aufzulaufen, war ein sehr spezieller Moment für mich.“

Zum Abschluss ein Zahlenspiel: Du bist der fünfte Spieler, der drei deutsche Meisterschaften mit dem BVB gewonnen hat. Wie viel würde es Dir bedeuten, der erste Spieler zu sein, der fünf große Titel mit dem BVB gewinnen konnte?
„Ich lege keinen großen Wert auf Statistiken. Diesen Titel würde ich aber natürlich gerne mitnehmen, egal ob ich der Erste oder der Zweite in der Geschichte von Borussia Dortmund bin. Einen tollen Abschied in Berlin zu haben wäre für uns alle noch mal ein Highlight. Für mich wäre es das i-Tüpfelchen auf einer großen Karriere.“ (djg)

Das komplette Interview im Original findet ihr hier: http://www.bvb.de/Spiele/Spielberichte/2014/Bundesliga/34-Borussia-Dortmund-SV-Werder-Bremen/Nachbericht/Den-Moment-heute-werde-ich-sicherlich-nie-vergessen


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Der BVB hat dank einer starken Aufholjagd in der Rückrunde noch die Qualifikation für die UEFA Europa League erreicht. Platz sieben ist den Borussen nach dem 3:2 gegen Werder Bremen nicht mehr zu nehmen.

Die 80.667 Zuschauer im ausverkauften SIGNAL IDUNA PARK bereiteten sowohl dem scheidenden Trainer Jürgen Klopp als auch Sebastian Kehl einen hochemotionalen und stimmungsvollen letzten Auftritt vor heimischer Kulisse - und die Mannschaft tat ihr übriges dazu.

Nach furioser Anfangsphase mit mehreren Großchancen und einem Pfostentreffer von Aubameyang (9.) brachten Kagawa (15.) und Aubameyang (17.) den BVB schnell mit 2:0 in Führung. Öztunali holte Werder wieder ran (26.), doch der bärenstark aufspielende Mkhitaryan erhöhte noch vor der Pause auf 3:1 (42.). In der zweiten Halbzeit verpasste der BVB eine Reihe guter Chancen, um den Vorsprung auszubauen. Gebre Selassi brachte Werder kurz vor Schluss noch mal ran (85.).

Mit dem Sieg gegen Bremen holte der BVB in der Rückrunde doppelt so viele Punkte (31) wie in der Hinrunde (15). Nach 86 Minuten war für den ehemaligen Borussen-Kapitän Sebastian Kehl Schluss. Seine Mitspieler und die Fans ließen „Basti“ hoch leben. Nach 314 Bundesliga-Spielen und 24 Toren sowie 32 Zweitliga-Partien (2 Tore) ist für Sebastian Kehl am Saisonende das Karriereende erreicht.


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Es bleibt trotz der 1:2-Niederlage des BVB in Wolfsburg alles beim Alten. Die Schwarz-Gelben sind auf Europapokal-Kurs und können am letzten Spieltag mit einem Heimsieg den siebten Platz sichern. Beim VfL Wolfsburg reichte das Tor von Pierre-Emerick Aubameyang nicht, denn die „Wölfe“ trafen durch Caligiuri und Naldo.

In der ausverkauften Volkswagen-Arena sahen die Zuschauer eine packende Anfangsphase und das frühe 1:0 für die Gastgeber, dass aber bereits nach elf Minuten durch Aubameyang per Strafstoß ausgeglichen wurde. Beide Mannschaften lieferten ein temporeiches, mit Großchancen gespicktes Spiel. Naldo brachte die Wölfe nach der Pause wieder in Front (49.), den erneuten Ausgleich verpasste Sokratis (78.) um ein Haar.

In seinem letzten Bundesliga-Auswärtsspiel spielte Sebastian Kehl wiederum mit Ilkay Gündogan auf der Sechser-Position und bestritt erneut 90 Minuten. Damit kassierte er in seinem 313. Bundesliga-Spiel eine Niederlage.