Borussia Dortmund steht im Endspiel des DFB-Pokals. Im Halbfinale setzte sich der Deutsche Meister am Dienstagabend mit 1:0 (0:0) nach Verlängerung beim Zweitliga-Spitzenreiter SpVgg Greuther Fürth durch. Als sich viele schon auf ein Elfmeterschießen eingestellt hatten, erzielte Ilkay Gündogan in der letzten Minute der Verlängerung das Tor des Tages.
"Es ist ein absoluter Traum, auch die Art und Weise wie das heute abgelaufen ist. Wir hatten Riesenmöglichkeiten, und davon muss man mindestens eine machen", freute sich BVB-Coach Jürgen Klopp nach spannenden 120 Minuten. "Fürth hat ein tolles Spiel gemacht und war wahnsinnig gefährlich. Ich hatte mich auch schon ein bisschen mit einem Elfmeterschießen abgefunden."
Vor 15.500 Zuschauern in der ausverkauften Trolli-Arena hatten die Dortmunder um Kapitän Sebastian Kehl schon während der regulären Spielzeit durchaus Chancen, die Partie zu entscheiden. Doch unter anderem Kagawa, der aus kurzer Distanz über das Tor köpfte (31.), und Großkreutz, dessen Kopfball Fürths Keeper Grün stark parierte (56.), verpassten die Entscheidung. So mussten die Borussen bis zur buchstäblich letzten Minute der Partie warten, bis endlich gejubelt werden konnte.
Das Endspiel findet am 12. Mai in Berlin statt - der Gegner wird heute im zweiten Halbfinale zwischen Borussia Mönchengladbach und Bayern München ermittelt.
Für alle BVB-Fans, die das DFB-Pokal-Halbfinale zwischen der SpVgg Greuther Fürth und Borussia Dortmund am morgigen Dienstag nicht im Stadion verfolgen können: Sky und ZDF übertragen die Partie ab 20.15 Uhr live.
"Wir waren heute die bessere Mannschaft.", sagte Sebastian Kehl nach dem 1:0-Erfolg seiner Borussia gegen den SV Werder Bremen. "Es wäre natürlich einfacher gewesen, wenn wir noch mehr Tore gemacht hätten. Trotzdem denke ich, dass wir, obwohl die Bremer in der zweiten Halbzeit etwas stärker wurden, defensiv wahnsinnig gut gestanden haben. Wir haben nichts zugelassen, und deswegen war es ein Spiel, in dem ich nie das Gefühl hatte, dass wir noch ein Tor bekommen."
Das Tor des Tages fiel bereits in der 8. Minute. Shinji Kagawa traf per Kopfball nach einer Flanke von Ilkay Gündogan. Damit sicherte sich Dortmund nicht nur einen insgesamt hochverdienten Sieg gegen die Norddeutschen, sondern blieb auch im 20. Spiel in Serie ungeschlagen, was für BVB-Kapitän nicht von ungefähr kommt. "So wie wir heute gespielt haben, ist es eine logische Konsequenz, dass wir so viele Spiele am Stück nicht verloren haben.
Mit dem neunten Sieg in Serie hat es zwar nicht geklappt, aber immerhin blieb Borussia Dortmund auch im 19. Spiel hintereinander ungeschlagen: Beim FC Augsburg erreichte der Bundesliga-Spitzenreiter, bei dem der zuletzt gelb-gesperrte Kapitän Sebastian Kehl wieder in die Startelf rückte, ein 0:0.
In einem intensiven Spiel machten es die gut organisierten Gastgeber dem BVB schwer, sich gute Torchancen herauszuspielen. "Der Gegner hat leidenschaftlich gekämpft und hochverdient einen Punkt geholt", zollte Coach Jürgen Klopp dem Aufsteiger Respekt und ergänzte. "Für das Spiel haben wir nicht mehr verdient als einen Punkt. Der tut uns dennoch auf jeden Fall gut. Wir sind mit 55 Punkten gekommen und fahren weg mit 56."
Dortmund steht nun mit fünf Punkten Vorsprung an der Spitze und empfängt am kommenden Samstag den SV Werder Bremen.
Mit dem achten Sieg in Serie stellte Borussia Dortmund nicht nur einen neuen Vereinsrekord auf - der BVB konnte mit dem 2:1-Erfolg gegen Mainz 05 auch seinen Vorsprung an der Tabellenspitze ausbauen, da die Teams auf den Plätzen zwei bis vier alle verloren.
Kuba brachte die Hausherren in einem "sehr intensiven Spiel" (Trainer Jürgen Klopp) nach 26 Minuten in Führung. Der Deutsche Meister hatte früh die Initiative ergriffen und schon vor diesem Treffer erste Chancen durch Sven Bender und Kevin Großkreutz gehabt. Das Team, das ohne den gelb-gesperrten Kapitän Sebastian Kehl spielte, hielt auch nach der Führung das Tempo hoch und zeigte eine gute Leistung, einzig die Chancenverwertung verhinderte eine frühe Entscheidung.
Das schien sich zu rächen, als Ex-Borusse Mohamed Zidan den überaschenden Ausgleich erzielte (74.). Doch nur drei Minuten später schoss Shinji Kagawa die Dortmunder erneut in Führung - und diesmal ließen die Gastgeber nichts mehr anbrennen.